SEO WordPress: 95 PageSpeed-Punkte für Mirja Regensburg
SEO WordPress heißt auch Tempo: 95 Punkte mobil, 0 ms Blockierzeit. Wie selbst gebaute Plugins für Cache, Statistik und Sicherheit das Frontend nicht belasten.
Wer bei Google SEO WordPress eingibt, landet in Listen mit Plugin-Empfehlungen. Zwanzig Stück, alle mit Ampel. Was dort fast nie steht: Die meisten dieser Plugins kosten genau das Tempo, das Du fürs Ranking brauchst. Seit heute ist die neue Seite von Mirja Regensburg online. Sie zeigt, wie SEO WordPress auch gehen kann.

Erst die Zahlen
Samstagvormittag, kurz nach elf, PageSpeed Insights, mobil:
- Leistung: 95
- Barrierefreiheit: 100
- Best Practices: 100
- SEO: 100
- Total Blocking Time: 0 ms
- Cumulative Layout Shift: 0
Die 95 ist nett fürs Auge. Die beiden letzten Werte sind die interessanten. Null Millisekunden heißt: Beim Seitenaufbau blockiert kein einziges Script den Browser. Null beim Layout Shift heißt: Nichts springt weg, während der Besucher schon liest. Man kennt das von großen Zeitungsseiten. Da muss man den Artikel dreimal wiederfinden, weil noch Werbung nachlädt.
Google misst auf einem simulierten Moto G Power in einem gedrosselten Netz. Diese Bedingungen hat real kaum jemand. Deswegen steht der Largest Contentful Paint bei 2,9 Sekunden. Auf einem normalen Handy im normalen Netz ist das Bild lange vorher da. Ich schreibe die Zahl trotzdem hin. Jeder kann sie in zwanzig Sekunden selbst nachmessen.
Diese drei Werte sind die Core Web Vitals. Google zählt sie seit Jahren als Rankingfaktor mit.
Was SEO WordPress mit Millisekunden zu tun hat
Beim Thema SEO WordPress geht es meistens um Texte, Keywords und Überschriften. Über die Technik darunter redet kaum jemand. Dabei entscheidet sie mit.
Die typische WordPress-Seite, die bei mir auf den Tisch kommt, hat zwölf bis zwanzig Plugins aktiv. Jedes bringt eigenes CSS mit, oft auch JavaScript. Gern noch eine Schriftart von einem fremden Server in Kalifornien. Einzeln ist das harmlos. In Summe lädt der Besucher anderthalb Megabyte, bevor der erste Buchstabe steht.
Das Ärgerliche daran: Fast nichts davon muss im Browser passieren.
Eine Statistik kann zählen, ohne eine Chart-Bibliothek in die Seite zu hängen. Ein SEO-Werkzeug hat im Frontend sowieso nichts verloren. Und Sicherheit muss nicht jeden Seitenaufruf durchleuchten. Sie muss aufwachen, wenn jemand ein Formular abschickt.
Also habe ich mir die Sachen selbst gebaut. Vier dieser WordPress Plugins laufen auf Mirjas Seite.
429-BlitzCache: das Caching Plugin

Der Cache legt jede Seite einmal als fertiges HTML ab. Beim nächsten Aufruf geht sie direkt raus. WordPress bleibt aus, die Datenbank bleibt aus. Mobile Besucher bekommen eine eigene Cache-Datei, weil mobile Seiten anders aussehen.
Interessanter ist das Critical CSS. Das CSS für den sichtbaren Bereich wandert direkt in die Seite. Der ganze Rest lädt im Hintergrund nach. Die Seite steht also, bevor das große Stylesheet angekommen ist.
Wichtig dabei, und daran scheitern die meisten: Es wird nichts weggelassen. Alle Stylesheets laden vollständig, nur später. Schlimmstenfalls flackert es beim Aufbau einmal kurz. Kaputt geht nichts. Wer einmal eine zerschossene Seite hatte, fasst Critical CSS nie wieder an. Deshalb steht die Erklärung im Plugin direkt daneben.
Dazu kommen Lazy Load für Bilder und Videos, GZIP und Cache-Header für den Browser. Beim Lazy Load bleiben die obersten Bilder ausgenommen. Sonst leidet der LCP. Ein Preload läuft stündlich. So wartet auch der erste Besucher nicht auf eine Seite, die gerade erst gebaut wird.
Wer die WordPress Ladezeit verbessern will, fängt genau hier an. Alles andere ist Kosmetik.
429 Pulse Analytics: Statistik ohne Cookies

Wer Mirjas Seite besucht, geht niemanden etwas an. Google schon dreimal nicht.
Die Zählung passiert in der eigenen Datenbank, auf dem eigenen Server. Es gibt kein Tracking-Pixel und kein CDN. Kein Aufruf geht an einen Dritten, auch nicht aus dem Backend. Die Diagramme zeichnet das Plugin als SVG selbst.
Cookies: keine. Die IP-Adresse wird gekürzt, bevor irgendetwas mit ihr passiert. Danach geht sie in einen Hash ein, der täglich neu gewürfelt wird. Alles hinter dem Fragezeichen in der URL fliegt weg. Da stehen erfahrungsgemäß Suchbegriffe, Tokens und manchmal E-Mail-Adressen. Vom Referrer bleibt die Domain übrig, mehr nicht.
Das ist eine Statistik ohne Cookies im Wortsinn. Ein Banner für die Einwilligung braucht es dafür nach herrschender Auffassung nicht. Keine Rechtsberatung, aber es gibt schlicht nichts, wozu man einwilligen lassen müsste. Wer eine DSGVO-konforme Statistik sucht, hat hier zugleich eine Google-Analytics-Alternative.
Jetzt der Teil, der mit Tempo zu tun hat. Genau ein Aufruf geht raus, über die Browser-Funktion sendBeacon. Und zwar erst nach dem Laden, wenn der Browser nichts zu tun hat. Das Script in der Seite ist unkomprimiert keine 1000 Zeichen groß. Kein zusätzliches Stylesheet, keine Bibliothek, kein Chart.js vom CDN. Am LCP ändert das exakt nichts.
Ein Klassiker bei Plugins für Statistik: Hinter einem Seiten-Cache hören sie irgendwann stillschweigend auf zu zählen. Der Nonce in der gecachten Seite ist abgelaufen. Merkt man drei Wochen später. Deshalb gibt es eine Diagnose-Seite. Die ruft die eigene Startseite so ab, wie ein Besucher sie bekommt. Dann sagt sie Dir, ob das Zähl-Script noch drin ist.
429 SEO-Werkstatt: SEO WordPress ohne Ampel

Die meisten SEO-Plugins sind Ampeln. Sie sagen Dir hinterher, was schlecht war, und zwar in Fachbegriffen.
Die Werkstatt arbeitet mit, während man schreibt. Sie zählt, was schon da ist. Und sie sagt in normalem Deutsch, was noch fehlt. Nicht „Flesch 42“, sondern: Diese drei Sätze sind zu lang, hier stehen sie.
Sie holt außerdem echte Suchvorschläge aus der Suchmaschine, statt Keywords zu raten. Zum Begriff „comedy“ kamen bei meinem letzten Lauf 323 tatsächlich getippte Suchanfragen zurück. Dazu die Recherche bei der Konkurrenz: wie lang die Seiten sind, welche Überschriften sie setzen, welche Begriffe überall vorkommen. Bei mir fehlten „jahr“ und „kabarett“.
Was sie nicht macht: veröffentlichen, an Titel und Beschreibung herumpfuschen, Texte umschreiben. Da sitzt keine KI, die einem dazwischenredet. Die Sätze bleiben die eigenen. Sie ist der Kollege neben dem SEO-Plugin, nicht sein Ersatz.
Nach außen gehen genau zwei Dinge. Und auch nur, wenn man auf den Knopf drückt. Im Frontend läuft davon nichts. Erfolgreiches SEO entsteht beim Schreiben, nicht beim Nachmessen.
429 Sentinel Shield: WordPress Sicherheit ohne Dauerlast

135 abgewehrte Versuche stehen im Zähler. Das Protokoll ist ziemlich entlarvend. Fast nur Anmeldeversuche mit geratenen Benutzernamen: „christian“, „mirja“, „admin“. Im Takt von zwölf Stunden, aus wechselnden Netzen.
Dagegen läuft eine Anmelde-Bremse. Dazu ein Honeypot mit Zeitprüfung im Formular für Kommentare, entschärftes XML-RPC und eine Liste von Absender-Domains, die sich selbst füllt. IP-Adressen stehen im Protokoll nur als Netzbereich.
Beim Thema WordPress Sicherheit denken viele an eine Firewall, die alles prüft. Hier ist es anders. Geprüft wird nur, wenn wirklich etwas abgeschickt wird. Ein normaler Seitenaufruf löst gar nichts aus. Auf einer Seite, auf der zu 99 Prozent gelesen wird, ist alles andere die falsche Bauweise.
Und die Termine
Tourdaten sind auf einer Comedian-Seite der wichtigste Inhalt. Deswegen kommen die Leute. Sie liegen deshalb nicht als Textliste im Seiteninhalt, sondern in einem eigenen Modul. Datum, Uhrzeit, Ort, Ticketlink, Kategorie. Dazu Labels wie „Sold Out“ und eine Farbe je Art der Veranstaltung.
Jeder Termin gibt daraus automatisch ein Event-Schema an Google weiter, inklusive Enddatum. Titel und Beschreibung bringt er gleich fertig mit.
In der Statistik sieht man schnell, dass sich das lohnt. Die Terminübersicht ist nach der Startseite die meistbesuchte Seite. Direkt dahinter kommen einzelne Termine in einzelnen Städten.
SEO WordPress ist am Ende keine Plugin-Frage
Ich verkaufe keine Lizenzschlüssel und keine Pro-Version mit ausgegrauten Knöpfen. Die Sachen sind entstanden, weil ich sie selbst gebraucht habe. Sie laufen genauso auf anderen Seiten. Wie das aussieht, zeigt unsere Arbeit an Websites und Entwicklung.
Wenn Deine Seite langsam ist: Am Hoster liegt es fast nie. Es liegt an dem, was im Browser Deiner Besucher alles gleichzeitig loslaufen will. Den PageSpeed optimieren heißt meistens, Dinge wegzunehmen. So sieht SEO WordPress aus, wenn man es von der Technik her denkt.
Und falls Du überlegst, ob Dein System noch aktuell ist: Wir haben aufgeschrieben, was WordPress 7.0 mitbringt. Auch das Release 6.5 hat einiges geändert.
Guck sie Dir an: www.mirja-regensburg.de. Und jag die Adresse selbst einmal durch PageSpeed Insights. Ich habe nichts zu verbergen.
